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Hyaluronsäuretherapie bei Arthrose

Kurze Zusammenfassung der Wirkweise der Hyaluronsäure

Hyaluronsäure – ob vom Körper selbst produziert oder als Injektion in das Gelenk verabreicht – wirkt als Schmier- und Gleitmittel im Gelenk und unterstützt die Stoßdämpferfunktion des Knorpels.

Bei einer Arthrose ist der Gelenkknorpel geschädigt und die Hyaluronsäureproduktion des Körpers gestört.

Durch die direkte Verabreichung von Hyaluronsäure als Injektion in das Gelenk können die Bewegungen wieder „reibungsloser“ ablaufen. Die Schmerzen können gelindert und die Beweglichkeit gesteigert werden.

So funktionieren Ihre Gelenke

Jedes Gelenk besteht aus zwei beweglich miteinander verbundenen Knochen, die an ihrer Kontaktfläche mit einem Gelenkknorpel überzogen sind. Die Gelenkkapsel ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die die Nährstoffe für den Knorpel aus dem Blut herausfiltert und gleichzeitig die Hyaluronsäure produziert.

Die Hyaluronsäure bildet mit der Flüssigkeit im Gelenk einen hochelastischen Schmierfilm, die Gelenkflüssigkeit. Dadurch wird die Reibung zwischen den Knorpelflächen der beiden Gelenkpartner auf ein Minimum reduziert.

Knorpelaufbau und Funktion der Gelenkflüssigkeit

Quellfähige Eiweißbausteine binden Wasser und geben dem Knorpel seine enorme Elastizität. Dadurch kann er hohe Druckkräfte auf eine große Fläche verteilen und auch den Knochen schützen. Gesunder Knorpel zeigt eine harte Konsistenz und besitzt viel Gewebewasser, sodass die Gelenkflüssigkeit eine entscheidende Rolle für die Knorpelfunktion spielt.

Krankheitsbild der Arthrose

Arthrose ist eine zunächst nicht entzündliche, später entzündliche, langsam fortschreitende Abnutzungserscheinung des Gelenkknorpels und der angrenzenden Knochenstruktur. Ihre Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt.
Aber eines ist sicher: Arthrose äußert sich im fortgeschrittenen Stadium in eingeschränkter Beweglichkeit und Schmerzen.

Bereits mit 35 Jahren hat ein Drittel der Bevölkerung arthrotische Veränderungen in mindestens einem Gelenk. Wegen ihrer großen Verbreitung und der Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung muss die Arthrose als Volkskrankheit angesehen werden. Besonders häufig betroffen ist das Kniegelenk, da dort die mechanischen Belastungen am größten sind. Aber auch alle anderen Gelenke können davon betroffen sein: Sprunggelenke, Großzehengrundgelenke, Ellenbogengelenke, Handgelenke, Daumensattelgelenke, Fingergelenke, Facettengelenke der Wirbelsäule, Schultergelenke und Hüftgelenke.

Kosten dieser Leistung

Gesetzlich Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse meist keine Kostenerstattung. Die Kostenübernahme kann ggf. trotzdem beantragt werden.

Die übrigen Kostenträger erstatten in der Regel die Behandlungskosten.

Dr. Wolfgang Stutz | Praxis für Orthopädie und Gelenk-Chirurgie | Lange Straße 45 | 77652 Offenburg
© Dr. Stutz, Offenburg 2016